Wein Blog
20.06.2013
Gold und der Wein-Index driften auseinander nach Goldpreisrutsch
Die Preise von Gold und edlem Wein haben sich zehn Jahre lang parallel entwickelt, angesichts der Nachfrage nach alternativen Kapitalanlagen. Doch nachdem einige Investoren das Vertrauen in Gold als werterhaltende Anlage verloren haben und der Preis in einen "Bärenmarkt" abgerutscht ist, driftet die Entwicklung auseinander.
Lesen Sie mehr ...Quelle: Die Welt
22.05.2013
Gereifte Weine
Es ist ein Standard-Spruch geworden beim Wein-Kauf: “Bitte den aktuellen Jahrgang.“ Der Wein soll also brandneu sein – so wie das Handy, das Auto und die Klamotten. Welch ein Frevel! Lesen
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13.02.2013
Deutschland Jahrgang 2012
Deutschland
Sehr gute bis ausgezeichnete Qualität – mittlere Menge
Für die Qualität deutscher Weine war überwiegend der warme Spätsommer 2012 von grosser Bedeutung. Die Trauben waren so reif, aromareich und gesund, dass sogar Regenschauer die Traubenentwicklung begünstigen konnte (siehe auch >>> Italien/Piemont). Die rheinhessischen Weinberge kamen durch Regenschauer im Juni nur unregelmässig zur Blüte. Eine gut durchlüftete Laubwand war ein Muss, um den Gesundheitszustand im Griff zu behalten. Wunderbar kühle Nächte bewahrte ein erfrischendes Säureniveau bis zur Ernte – ähnlich dem Jahrgang 2011. Durch die Bank waren die Erträge an der Nahe bei Burgundersorten auf sehr niedrigem Niveau - Rieslinge lagen glücklicherweise etwas darüber. Deren lange Reifezeit brachte hohe Mostgewichte, exzellente Aromen-Ausbildung und eine reife, kraftvoll-rassige Säurestruktur. Edelfäule war 2012 nicht nur im Nahetal äusserst selten. Perfektes Reifestadium und kerngesunde Trauben bei mittleren bis geringen Erträge – so lässt sich 2012 an der Mosel zusammenfassen. Terroir und Mineralität dürften bei den schiefergeprägten Spitzenlagen klar im Vordergrund stehen. Auch in Baden freuten sich die Winzer über einen stressfreien, trockenen Herbst und eine hervorragende physiologische und geschmackliche Reife. Glasklare, botrytisarme Eisweine krönten vielerorts das begeisternde Jahr 2012 (Lesetermine in Deutschland: 8./9.und 12./13.Dezember). Übrigens, mit knapp 8,9 Millionen Hektolitern bewegt sich die Erntemenge der 13 deutschen Anbaugebiete circa 3 Prozent unter dem Durchschnitt.
12.02.2013
Burgund Jahrgang 2012
Burgund (Frankreich)
Sehr gute bis ausgezeichnete Qualität – geringe Menge.
Der Jahrgang 2012 war in Burgund sehr kompliziert und herausfordernd. Die Winzer standen während des ganzen Jahres unter grosser Anspannung. Fröste im Frühling waren genauso belastend wie Schlechtwetterphasen im Wechsel mit Hitzewellen während des Wachstums. Dies bedeutete 2012 eine hohe Gefahr von Krankheiten. In Pommard und Volnay (und weiteren Teilen Cote de Beaune) kam es im Juli und August zu mehreren Hagelgewittern. 2012 wird wohl das Jahr der erfahrenen Winzer! Wer der Fäulnis vorgebeugt hat, erhält mit diesem Jahrgang klassische, rubinrote, fruchtintensive Pinots mit viel Frische und gut eingebundenen, seidigen Tanninen. Ob der Anspruch von 2008, 2009 oder 2010 zu erfüllen sein wird, steht noch in den Sternen. Die bescheidene Ausbeute im Burgund lässt erste Spekulationen über Preiserhöhungen aufkeimen – speziell bei den ohnehin raren Premier Cru und Grand Cru Qualitäten.
13.02.2013
Italien Jahrgang 2012
Italien
Gute bis sehr gute Qualität – kleine Menge.
Im Piemont kam es zu einem Kuriosum: die Schaumweinsorten Moscato und Brachetto wurden genauso Ende August geerntet, wie die bereits physiologisch top ausgereiften Barbera-Trauben. Kurz danach einsetzender Regen erfrischte den Traubenbehang mehr, als dass er ihm Schaden anrichten konnte. Chardonnay wurde Anfang September mit
niedrigen ph-Werten geerntet und vergor bis zu 25 Tage. Intensive, vielschichtige Fruchtigkeit und eine ausbalancierte, erfrischende Säure lassen auch für die rote, piemontesische Leitrebsorte Nebbiolo Positives in Sachen Komplexität und Eleganz erwarten. Besondere Merkmale: geringe Mengen und moderate Alkoholwerte. Im „Amarone-Land“ Valpolicella beurteilen viele Winzer den 2012er Jahrgang als untypisch, da die extrem Temperatur- Schwankungen den Witterungsverlauf auf den Kopf stellten (-12°C bis +32°C zwischen Januar und März) Gutes Wassermanagment und viel Geschick im Keller waren von Nöten, um zumindest annähernd das Niveau von 2009 und 2011 zu können. In der Toskana stellte der trockene, heisse Sommer einen enorm hohen agrarwirtschaftlichen und önologischen Anspruch an die Winzer. Besonders die Kälte und der Schneefall an Ostern liesen den toskanischen Witterungsverlauf wie spiegelverkehrt ausschauen. Merlot und Syrah wurden äusserst früh gelesen, Vermentino und Sangiovese ab Ende September. Die Anfang Oktober eingebrachten Sorten Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc haben sehr gutes Potential, sich zu mineralischen, körperreichen Weine mit stabiler Säurestruktur und feinem Tanninen zu entwickeln. 20% Mengeneinbussen sind auch in der Toskana leider zu verkraften. Auch wenn 2009 nicht ganz erreicht werden konnte, zeigt man sich mit der Qualität in Italien glücklich und zufrieden.
14.02.2013
Kalifornien Jahrgang 2012
Kalifornien (Nordamerika)
Ausgezeichnete Qualität – mittlere Menge (ähnlich Deutschland).
Mit 3,7 mill. Tonnen Trauben liegt Kalifornien im guten Dekaden-Durchschnitt (3,3 mill. t in 2011). Im südlichen Teil des Napa Valley, der deutlich von Abkühlung durch den Morgennebel profitiert, fiel sehr wenig Regen und die Sommer- Temperaturen waren während eines „Indian Summers“ endlich wieder auf Normalniveau. In den besten Lagen konnte der spät reifenden Cabernet Sauvignon seine Tannine zur vollen geschmacklichen Reife ausbilden und konzentrierte, ausbalancierte Rotweine hervorbringen. Das näher zur San Francisco Bay gelegene Sonoma profitierte ebenfalls vom Nebel. Die ungewöhnlich grossbeerigen 2012er Pinot Noir Trauben wurden sehr früh und in einer durchschnittlichen Quantität geerntet. Mit der Qualität sind die Winzer sehr zufrieden, da sich schon kurz nach der Maischegärung eine intensive Pinot-Frucht nach Kirschen und Erdbeeren zeigt und es ein klassischer, vitaler Jahrgang mit sanften Gerbstoffen und gutem Säureniveau zu werden scheint. In den südlichen Anbaugebieten Kaliforniens, wie Livermore oder Santa Cruz Mountains oder Monterey, konnten die Winzer nach zwei schwierigen Jahren nun wieder aufatmen. Ein unüblich warmer und trockener Januar sorgte für einen frühen Wachstumsbeginn der Reben mit eher schlechtem Blüteverlauf. Die Angst vor umfangreichen Frostschäden im Frühling blieb bei den Winzern jedoch unberechtigt. Einem insgesamt eher kühlen Frühjahr schloss sich ein milder Sommer an. Zwischen Juni und August folgte eine kleine Hitzewelle. Besonders auf dem begehrten, wasserspeichernden Kalkgesteinsböden wurden im Anfang August 2012 wieder Chardonnays mit mineralischer Frische eingebracht, die schon als Jungweine mit Aromen von Melonen, Apfel-und Zitrusfrüchten glänzten. Merlot, Zinfandel und Petit Sirah profitierten von der Kaltfront im September und haben einen gut strukturierten, dichten Körper bei festem Tannin und ein hohe Farbausbeute vorzuweisen. Grundsätzlich zeigt sich 2012 bislang grossartig und lehnt sich stilistisch an die Jahre 1997 und 2001 an.
14.02.2013
Österreich Jahrgang 2012
Sehr gute Qualität – kleine bis mittlere Menge.
Ein reiches Mass an Frucht und genügend Substanz – diese Attribute beschreiben das Weinjahr 2012 im kleinen, dynamischen Alpenweinland wohl am besten. Gesunde und reife Trauben sind das Resultat schöner Witterung während der gesamten Vegetationsphase. Trotz der Trockenheit im Sommer blieben UTA aus. Die niedrigen Säurewerte veranlasste das BAWB dazu, die Säuerung ausnahmsweise zu gestatten. Frische Trauben, Trauben-most, teilweise gegorenem Traubenmost und Jungwein durften bis maximal 1,50 g/l und Weine bis zu einer Höchstmenge von 2,50 g/l Säure zugefügt werden (jeweils ausgedrückt in Weinsäure). Die Erntemenge 2012 in Österreich wird auf knapp 2,1 mill. hl geschätzt. Das Burgenland ragt heuer qualitätsmässig heraus, da man hier bedingt durch den milden Winter und die
frühe Blüte zeitgerecht ernten konnte. Die Folge: gute physiologische Ausreifung
und reife Gerbstoffe - vorallem bei den Rotweinen. Im frühherbstlichen Nebel konnten am Neusiedler See sowohl zuverlässige Spät- und Auslesen als auch
feinste Beerenauslesen und Ruster Ausbruch eingebracht werden. In Wien und Niederösterreich kam es durch die Maifröste zu einigen Mengenverlusten. Darunter hatten die steirischen Winzer weniger zu leiden. Im Anschluss an einem trockenen Sommer mit zeitweise starken Gewittern begann die Lese in der Steiermark am 20.August. Besonders Sauvignon Blanc weisst viel Würze und reifere Aromen auf, ohne dabei zu alkoholbetont zu sein. In der Wachau, Kamptal und Kremstal herrschte perfektes Lesewetter. Ausgesprochen gesunde, lockerbeerige Trauben konnte ohne Zeitdruck heimgefahren werden. Neben einige Schwierigkeiten beim Gärverlauf ist auch in Niederösterreich die 2012er Erntemenge recht bescheiden ausgefallen.
11.02.2013
Bordeaux, Jahrgang 2012
Gute, solide Qualität – kleine bis mittlere Menge
Aufgrund der grossen Wetterkontraste lässt Bordeaux bezüglich des Jahrgangs 2012 wohl die meisten Fragen bezüglich seines Zukunftspotentials offen! Strenge Fröste im Februar richteten glücklicherweise keinen Schaden an. Ähnlich wie in Kalifornien kam es zu einem verzögerten Austrieb und ungleichmässigem Verlauf der Blüte. Viele Merlot-Anlagen in St.Emilion und Pomerol sind in dieser Zeit (teilweise) verrieselt. Die Maifröste, welche auch westdeutsche Anbaugebiete heimsuchten, waren lediglich für Junganlagen gefährlich. Durch den Atlantikeinfluss und ständigen Wechsel heisser (August ähnlich heiss wie 2003!) und feucht-kalter Tage kam es zu relativ hohem Pilzdruck. Insgesamt bedeutete das Jahr 2012 viel Stress in den Bordelaiser Weinbergen.
Die Leseperiode der wichtigsten Rebsorten war leicht verregnet und dauert von circa 25. September bis 20.Oktober 2012. Die Zuckerwerte lagen etwas niedriger als im Vorjahr (12,5 bis 13,0%vol sind zu erwarten). Die Menge ist mittel, stellenweise gering und die Farbextraktion sehr gut. Derzeit machen die Tannine einen körnigen, leicht vegetabilen Eindruck (vorallem Cabernet-Sorten). Ähnlich wie 1998 scheint für die von Merlot geprägten Bordeaux-Cuvees ein besonders vielversprechender Jahrgang zu werden.
28.01.2013
Captain Cork
Sensationelle Pinot Noirs von Marchese Piero Incisa, die auf etwa 220 Meter Höhe am Rio Negro in der Wüste Patagoniens von alten, ursprünglichen 1955 und 1932 gepflanzten (daher die Namen!), wurzelechte Reben bereitet sind. Lesen Sie mehr darüber bei
Captain Cork ..
07.11.2012
Punkte Punkte Punkte
Punkte Punkte Punkte
Wieder zeigt sich, wie sehr sich die ALPINA-Subskription lohnen kann!
Im aktuellen Wine Advocate No. 203 "France´s Southern Rhone" bewertet Robert Parker die Weine von Château La Nerthe. Schon der "normale" Châteauneuf du Pape Rouge 2010 erhält 92 Punkte, ebenso wie der Châteauneuf du Pape Blanc 2011. Vor allem aber:
2010 Châteauneuf du Pape Blanc "Clos de Beauvenir" 95 P
2010 Châteauneuf du Pape Rouge "Cuvée des Cadettes" 96 P
(diese sind noch sehr limitiert zu subskribieren, bitte unter Tel. 08241-5005-146/-147/-148 erfragen!)
Folgende Weine sind derzeit lieferbar:
Château La Nerthe
Auch die Weine der Domaine Brusset (Gigondas) wurden von Parker gefeiert:
2010 Domaine Brusset Gigondas Tradition les Grands Montmirail 92 P
2010 Domaine Brusset Gigondas Les Hauts de Montmirail 93 P
Hier sind zur Zeit folgende Weine lieferbar:
Domaine Brusset
10.10.2012
Saint-Emilion
Neue Klassifikation im Saint-Emilion
Seit Anfang September gibt es Neuigkeiten aus dem Bordelais. Längst überfällig schien eine Überarbeitung der Klassifikationen der Chateaux in Saint-Emilion und neben Chateau Angelus und Chateau Pavie, die beide in die upper class der 1er Grand Cru Classe A aufgenommen wurden, gab es auch einige viele die in ihren Leistungen bestätigt wurden. Stephan von Neipperg kann sich ebenfalls über gleich zwei Aufwertungen freuen, La Mondotte und Canon-La-Gaffeliere können sich ab dem Jahrgang 2012 mit der Klassifikation Grand Cru Classe B bezeichnen.
Lesen Sie mehr unter Weinkenner.de
20.09.2012
Ernte 2012
Die Weinernte 2012
Nachdem die Weinerzeuger hierzulande zum Start der Hauptweinlese eine durchschnittliche Erntemenge von rund neun Millionen Hektolitern erwarten, zeichnen sich nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) für den Großteil der übrigen europäischen Weinbaunationen in diesem Jahr zum Teil sehr deutliche Ernterückgänge ab.
So rechnet man etwa in Frankreich aufgrund von ungünstigen Witterungsverhältnissen mit einer um 16 Prozent verringerten Weinmosternte als 2011. Ebenso geht man in den beiden anderen großen europäischen Weinbauländern Italien und Spanien im Vergleich zum Vorjahr von einem zwölf- bzw. fünfprozentigen Mengenrückgang aus. Darüber hinaus wird derzeit auch in Österreich, Ungarn, Bulgarien und Luxemburg jeweils ein Minus von über 20 Prozent gegenüber 2011 prognostiziert. Ein leichtes Mengenplus von fünf Prozent erwarten lediglich die portugiesischen Weinerzeuger.
Somit ist davon auszugehen, dass die EU-Weinmosternte 2012 weder das Fünfjahresmittel von 173 Millionen Hektolitern noch die Vorjahreserntemenge von 164 Millionen Hektolitern erreichen wird.
Lesen Sie mehr unter DWI Pressemeldung
Quelle: Deutsches Weininstitut Mainz
19.09.2012
2002er Lazuli, Paul Bruno, Chile
Verkostung vom 19.09.2012
2002er Lazuli, Paul Bruno, Chile
Farbe: Tiefes dunkles Granatrot.
Nase: Schöne Würze, typische Cabernet Nase und schwarze Johannisbeeren.
Gaumen: Sehr weich, trocken mit wenig Säure. Eingebundenes gereiftes Tannin, Cassis und die unvergleichliche Chilenische Würze. Der Alkohol ist gut eingebunden.
Abgang: Sehr gute Länge und der Wein entwickelt sich schön im Mund.
Lagerung: Der Lazuli ist jetzt trinkreif, kann aber unter guten Lagerbedingungen noch gute 5 Jahre durchhalten.
2002 Lazuli
08.02.2012
Österreich, Jahrgang 2011
Österreich, Jahrgang 2011
Erleichterung bei den Winzern in Österreich. Nach einer sehr geringen Ernte 2010, konnte ein Großteil der Winzer in Österreich ihre Keller wieder richtig auffüllen – und dies bei sehr guter Qualität. Frostschäden im Mai, Trockenheit im Frühsommer und so mancher Hagelschaden haben trotzdem Spuren hinterlassen. Das perfekte Weinjahr – für den Winzer – wird es ohnehin leider nie geben. Die Sonne im Spätsommer sorgt für die gewünschte physiologische Reife bei teilweise niedrigen Säurewerten. Pilzbefall wurde im Herbst, dank der trockenen Witterung, kaum festgestellt doch vielerorts wurden Schäden durch Wespenfraß bemerkt. Dem stabilen Wetter wegen konnten die Erzeuger die Weinlese gut organisieren und, im Vergleich zum Vorjahr, fast streßfrei einbringen.
17.01.2012
Die ersten Nachrichten vom Jahrgang 2011 in Bordeaux
Bordeaux, Jahrgang 2011
Kaum sind die spektakulären Nachrichten des Jahrgangs 2010 verdaut, schon ist die neue Weinernte 2011 fast komplett eingebracht und das Rennen geht von vorne los. Wie immer kann nicht alles über einen Kamm geschert werden. In den Ländern und den einzelnen Anbaugebieten gibt es wie immer zwischen den Weingüter feine, aber wichtig Unterschiede. Sich generell auf ein Statement festzulegen wäre falsch. Die Ansichten der Weinbauverbände und Weinjournalisten geben ein allgemeines Bild vom Ganzen ab. Letztendlich wird der Kunde entscheiden was ihm schmeckt. Bordeaux, Jahrgang 2011. In diesem Jahr sieht es so aus, als das nach einigen Jahren der Rekorde >> Gott sei Dank << wieder ein normales Jahr in die Flasche kommt. Die Qualitäten werden in Bordeaux sehr unterschiedlich ausfallen und es werden teilweise leicht fallende Preise für die Subskription 2011 erwartet. Das Lesegut ist recht unterschiedlich ausgefallen. Dürreperioden im Frühling sowie Hagel und Hitze im Juni machten den Reben zu schaffen. Zudem hatte die Luftfeuchtigkeit im September örtlich Grauschimmel verursacht. Der Unterschied zwischen den ersten und zweiten Lagen könnte enorm ausfallen. Von den renommierten Chateaux werden auch für 2011 wieder gute Weine erwartet.
31.01.2012
Italien, Jahrgang 2011
Italien, Jahrgang 2011
Ähnlich wie in Bordeaux, so herrschte auch in der Toskana teilweise Trockenheit und die Reben hatten über einen längeren Zeitraum Trockenstreß. Allgemein liegt die Erntemenge für ganz Italien bei minus 10 % zum Vorjahr. Selbst in Piemont wurde der hohen Temperaturen wegen, teilweise 20 Tage früher mit der Weinlese begonnen. Für Barolo und Barbaresco werden bei selektiver Lese sehr gute Weine erwartet, die mit Langlebigkeit, guter Struktur und reifen Tanninen ausgestattet sind. Die Weine der Toskana sind dagegen dem Trockenstreß zufolge sehr konzentriert aber mit weniger Saftigkeit ausgefallen. Dennoch wurden von einigen Winzern gute bis sehr gute Resultate gemeldet und es bleibt abzuwarten, bis die ersten Weine im kommenden Jahr dem Publikum vorgestellt werden.
25.01.2012
Deutschland, Jahrgang 2011
Deutschland, Jahrgang 2011
Die meisten deutschen Winzer können nun aufatmen, die Ernte ist bis auf den Eiswein eingebracht und die Qualität und Erntemenge ist auf hohem Niveau. Nach der kleinen Menge 2010 kommt für viele Winzer das Jahr 2011 wie gerufen. Einzig in Franken und Württemberg gab es durch die Maifröste größere Einbußen. Bessere Lagen wurden aber auch hier meist verschont. Für die Weinfreunde deutscher Weissweine, aber auch Rotweine, werden bei allen Qualitätsstufen begeisternde, authentische Weine zur Verfügung stehen. Dank des Bilderbuchherbstes erreichte ein großer Teil der Ernte das Prädikatsweinniveau. Die jungen Weissweine zeigen sich schon jetzt erfreulich fruchtig mit ausbalancierter Säure. Die Rotweine sind intensiv aromatisch und mit einer für deutsche Verhältnisse kräftigen Farbe ausgestattet. Der lange, warme Spätsommer hat für den 2011er die besten Voraussetzungen für hochwertige Prädikate geschaffen. An Mosel und Nahe wurden teils hervorragende Rieslinge mit stabilen Weinsäure-Werten geerntet. Dank des „Goldenen Herbstes“ und ausreichenden Mengen konnten einige Winzer ihre Trauben am Stock belassen, um die Edelsüßen ernten zu können. Eisweine werden jedoch heuer sehr rar werden, da bis zum Zeitpunkt unseres Résumées ( Mitte Januar 2012 ) die Nachttemperaturen in deutschen Weinbergen leider nur sehr sporadisch die magischen minus 7 °Celsius erreicht haben. Wie auch in anderen europäischen Weinländern, so wurde auch in den deutschen Anbaugebieten mit der Weinlese deutlich früher begonnen. Die Preise werden laut DWI, dank der großen Erntemenge, stabil bleiben.
07.03.2012
1995er Château Pontet-Canet
Verkostung vom 07.03.2012
1995er Chateau Pontet-Canet
Farbe: Kräftiges Kirsch-Rubinrot.
Nase: Elegant und würzig, die Frucht ist noch recht verschlossen.
Gaumen: Trocken und kraftvoll am Gaumen mit deutlichem Tannin. Noch sehr jugendlich. Etwas schwarze Beeren, würze, Lakritze und Barrique Noten sind schon recht viel versprechend. Der Alkohol ist sehr gut eingebunden.
Abgang: Der Abgang ist lang und intensiv mit sehr gutem Potential.
Lagerung: Der Wein braucht noch Zeit. Weitere 15 Jahre sollten kein Problem sein.
1995 Chateau Pontet-Canet
30.04.2012
Neues DAC Gebiet in Österreich
DAC Neusiedlersee
Mit erscheinen der ersten Weine vom Neusiedlersee wird in diesem Jahr das neu deklarierte DAC Gebiet Neusliedlersee wirksam. Lesen Sie mehr unter oesterreichwein.at
08.05.2012
Chateau Latour verlässt das Primeur-System
Der Grand Vin soll wie der Zweitwein Les Forts erst dann angeboten werden, wenn er gefüllt ist.
Lesen Sie mehr darüber im Falstaff