Rotwein

ALPINA Empfehlung

ITALIEN 2010

Tenuta Valdipiatta, Vigna D' Alfiero Vino Nobile di Montepulciano DOCG

Toskana
Wein, rot, trocken, enthält Sulfite, Alkohol: 14,5 % Vol.
35,40 € / Flasche 47,20 € / Liter

Weitere Empfehlungen

FRANKREICH 1999 Château Rieussec 1er Cru Classé
Sauternes AC
Wein, weiss, süß, enthält Sulfite, Alkohol: 14% Vol.
240,00 € / Flasche 80,00 € / Liter
ITALIEN 2002 Guidalberto IGT
Tenuta San Guido, Bolgheri, Toskana
Wein, rot, trocken, enthält Sulfite, Alkohol: 13,5 % Vol.
31,50 € / Flasche 42,00 € / Liter

Aus unserem Rotweinsortiment

ITALIEN 1996 Saeculum IGT
Tenuta di Riseccoli, Greve, Toskana
Wein, rot, trocken, enthält Sulfite, Alkohol: 13% Vol.
27,60 € / Flasche 36,79 € / Liter
ITALIEN 1995 Saeculum IGT
Tenuta di Riseccoli, Greve, Toskana
Wein, rot, trocken, enthält Sulfite, Alkohol: 13% Vol.
25,50 € / Flasche 34,00 € / Liter
ITALIEN 2005 Barbaresco Rabaja DOCG
Az.Agr. Cortese Giuseppe, Barbaresco (CN), Piemont
Wein, rot, trocken, enthält Sulfite, Alkohol: 13,5 % Vol.
41,00 € / Flasche 54,66 € / Liter
ITALIEN 1994 Sassicaia DOC
Tenuta San Guido, Bolgheri, Toskana
Wein, rot, trocken, enthält Sulfite, Alkohol: 12% Vol.
217,00 € / Flasche 289,33 € / Liter

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Weitere Weine

Weingüter

Rotwein

Von hellrot bis fast schwarz; Synonyme „vin rouge“ (F), „vino rosso“ (I), „cerny“ (RUS), oder „vino tinto“ (ESP); ein seit jeher durch die Vergärung von Fruchtfleisch und Schalen blauer Rebsorten auf der ganzen Welt vinifiziertes Kulturgetränk: Der Rotwein.
Da bis auf wenige Ausnahmen das Innere der Rotweintraube farblos ist, wurde in den vergangenen Jahrhunderten die Extraktion der Farbstoffe aus den Schalen (Pigmente) perfektioniert. In den meisten Fällen dauert dieser Prozess 8-20 Tage an und sollte bei Temperaturen nicht unter 15 Grad Celsius beginnen.
In der Regel lässt sich Rotwein besser und länger lagern als Weißwein oder Rose. Grund dafür sind die Gerbstoffe und Tannine, welche in den meisten Weinen in unterschiedlichem Grad enthalten sind. Die mitunter langlebigsten Rotweine kommen aus den besten Appellationen des Bordelais, aus der Toskana, dem Piemont und dem Burgund; jedoch können sich auch hervorragende Weine aus der Neuen Welt über Jahrzehnte ebenfalls enorm positiv entwickeln.
Neben den Rotweinen lassen sich auch exzellente Süßweine aus Deutschland, Österreich, Ungarn und Frankreich über viele Jahre, ja sogar in einigen Fällen über 50 Jahre lagern. Da die Haltbarkeit von Weißweinen gemeinhin für kurz gehalten wird, stellen hochwertige deutsche Rieslinge oder französischer Chardonnay (mit oder ohne Barrique) eine Ausnahme dar. Diese Regeln werden auch bei Jahrgangs-Champagner außer Kraft gesetzt, wobei Champagner oft viel zu jung getrunken wird. Selbst ein einfacher Champagner sollte drei bis vier Jahre lagern, erst dann entwickeln sich Frucht und Eleganz in vollem Ausmaß. Die hochwertigen Jahrgangs-Champagner, in der Regel aus bis zu 100 % Chardonnay, können weit über zehn Jahre Lagerung vertragen.     
Historisch betrachtet war Wein an sich, insbesondere der Rotwein, eine Kapitalanlage und wirtschaftliche Absicherung für Weingüter und Händler über Jahre hinweg. Innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren konnten naturgemäß nur drei bis vier wirklich gute Jahrgänge auf den Markt gebracht werden. Die Lagerung der Rotweine erfüllte so seinen Sinn, da man auch in schwachen Jahren Wein für Ausschank und Verkauf hatte.
Nachdem im 19. Jahrhundert die Reblaus-Plage überstanden war, lag das Bordelais und große Teile Europas faktisch am Boden und nur langsam konnten sich die Weingüter erholen. Um den Verkauf zu sichern, sprangen Anfang des 20. Jahrhunderts die Weinhändler im Bordelais mit finanziellen Mitteln für die Chateaux aus dem Bordeaux ein und sicherten somit das überleben vieler Betriebe.
Als Gegenleistung wird noch heute der gesamte Bordeaux-Handel über die dort ansässigen Händler, die Negociants, abgewickelt. Im Laufe der Jahre konnten sich die meisten Chateaux kontinuierlich verbessern. Die Preise sind entsprechend der Qualität, aber auch aufgrund des Wachstums der Volkswirtschaften  astronomisch gestiegen.     
Mit dem Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde im Weinhandel ein neues Zeitalter eingeläutet. Der Bordeaux Jahrgang 1982, noch heute ein Jahrhundert Jahrgang, wurde durch Zutun der Fachpresse, insbesondere Robert Parker, in Preisregionen gehoben, die seinesgleichen suchen. Viele weitere gute und sehr gute Jahrgänge sollten folgen und die technischen Entwicklungen der Önologen sorgten mittlerweile dafür, dass selbst schwache Jahrgänge mit guter Qualität im Handel sind. Die preisliche Entwicklung wurde seit diesem Zeitpunkt dermaßen durch die Chateaux und Negociants vorangetrieben, dass selbst die Händler, welche die Weine auf den freien Markt bringen, sich die Einkaufspreise kaum noch leisten konnten. Ein neuer Vertriebsweg, die Subskription, wurde geboren. Da die namhaften Bordeaux-Weine erst nach ca. 24 Monaten ausgeliefert werden, kann der Händler im Vorkauf zu einem spekulativen, meist recht günstigen Preis die Weine einkaufen. Ein Teil der Ware wird heute eins zu eins vom Händler an den Endverbraucher weitergegeben, was Weinsammlern und -Enthusiasten eine gute Gelegenheit bietet, an begehrte Weine zu gelangen.
Auf diese Art wurde die Preisspirale weiter gedreht und auch innerhalb der Subskription mussten in den vergangenen Jahren neue Rekorde verzeichnet werden.
Profitiert haben bei weitem nicht alle von diesen Entwicklungen. Gerade im Bordeaux geht die Schere zwischen Erfolg und Misserfolg weit auseinander. Bei jenen Chateaux, die in der Fachpresse weltweit besprochen und bewertet werden, handelt es sich gerade mal um ca. fünf Prozent der Weingüter aus dem gesamten Bordelais. Die Nachfrage um diese Premier Cru, Grande Cru und Kultweine ist schon lange ein globales Phänomen. Einfache Bordeaux-Weine konnten von dieser Entwicklung kaum profitieren. Die Fassware für einfachen Bordeaux ist im Begriff preislich abzufallen und kann sich im Export nur schwer behaupten.
Für die Zukunft liegen die Chancen und Risiken für Händler und Kunden gleichermaßen im Verborgenen. Sicherlich haben beide ausnahmslos von der sensationellen Qualität der letzten Jahrzehnte profitiert und das Thema Wein wird mit jedem neuen Jahrgang neu belebt. Für den Endverbraucher ist nach wie vor der seriöse Weinhändler die wichtigste Institution, um durch Beratung und einer fairen Preisgestaltung an außergewöhnliche Weine zu kommen.