Château Léoville Barton
Beide Betriebe eint irisches Unternehmertum und französische Weinkultur: Château Léoville Barton überzeugt mit Tiefe, Finesse und einer Alterungsfähigkeit, wie sie selbst unter den Deuxième Crus nicht selbstverständlich ist. Langoa Barton bietet in vergleichbarer Stilistik eine preislich attraktive Alternative mit früherer Trinkreife und dennoch großem Lagerpotenzial.
Wir finden: Der Kauf lohnt sich – sei es für den Keller oder für das nächste große Tasting.

Zwei Weingüter, eine Familie
Im Herzen des Médoc, im Anbaugebiet Saint-Julien, bewirtschaftet Familie Barton seit dem 19. Jahrhundert zwei der traditionsreichsten Bordeaux-Güter: Château Léoville Barton (2ème Grand Cru Classé 1855) und Château Langoa Barton (3ème Grand Cru Classé 1855). Beide Betriebe stehen beispielhaft für eine klassische Bordeaux-Stilistik, die auf Authentizität, Langlebigkeit und Charakter setzt – ganz ohne modische Trends.
Familie Barton: irisches Erbe, französische Seele
Gegründet wurde Château Langoa im Jahr 1821 von Hugh Barton, einem irischstämmigen Kaufmann, der bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts im Bordeaux-Handel aktiv war. Das benachbarte Château Léoville Barton kam 1826 hinzu – erworben aus dem einst großen Léoville-Gesamtbesitz. Bis heute ist die Familie für die Geschicke der Häuser verantwortlich, mittlerweile unter der Leitung von Damien Barton-Sartorius.
Bewirtschaftet werden 20 Hektar Land auf Langoa Barton und 50 Hektar auf Léoville Barton – bestockt mit den traditionellen Rebsorten des Médoc: vorwiegend Cabernet Sauvignon, Merlot und ein kleiner Anteil Cabernet Franc.
Klassische Bordeaux-Stilistik
Beide Weingüter stehen für strukturierte, dichte Saint-Julien-Rotweine mit enormer Lagerfähigkeit. Vinifikation und Ausbau erfolgen nach traditionellen Methoden – Handlese, temperaturkontrollierte Gärung, rund 18-monatiger Barrique-Ausbau (ca. 60 – 70 Prozent neues Holz).
Besondere Jahrgänge und Verkostungsnotizen
Barton-Weine glänzen in den legendären Jahrgängen 2000, 2010 und 2015 mit Tiefe, Eleganz und klassischer Struktur. Léoville Barton zeigt Noten von schwarzer Johannisbeere, Zeder, Graphit und eine markante Tanninstruktur – ein Wein für Jahrzehnte. Langoa Barton ist in der Jugend zugänglicher, bietet Aromen von roten Beeren, Kräutern und Tabak.
Wein vor Ort erleben – Barton-Weinguts-Tour
Wir empfehlen Ihnen einen Besuch der Barton-Weingüter. Es lohnt sich, sollte jedoch lange im Voraus geplant werden, die Plätze sind rar. Verschiedene Touren führen Sie durch historische Keller, das Herrenhaus von 1758 und geben Einblicke in die Weinherstellung – Weinverkostung inklusive.
